Veranstaltungen des Heidelberger Geschichtvereins
Dienstag den 21. April 2026, 19.00 Uhr: Max Läuger und die Heidelberger Stadtentwicklung nach dem Ersten Weltkrieg , Vortrag von Benedikt Bader. 1928 legte Max Läuger, einer der großen Universalkünstler des frühen 20. Jahrhunderts, einen sehr ambitionierten Generalbebauungsplan für Heidelberg vor, um die Eingliederung Rohrbachs und die Entwicklung Neuenheims und des Bahnhofareals zu gestalten. Er ist aber nie weiterverfolgt worden und damals wie heute nahezu unbekannt geblieben. Benedikt Bader hat Läugers Plan neu entdeckt und zeichnet anhand dessen auch die Entwicklung der Stadt in der wichtigsten Phase ihrer Expansion nach. (Im Amtstübl, Kettengasse 25, gegenüber Seminarstraße. Gäste sind herzlichst willkommen!)
Mittwoch, 20. Mai 2026, 19 Uhr: Die Leicheneinlieferungen in die Heidelberger Anatomie 1933-1945. Vorstellung einer Datenbank im Rahmen eines Projekts der Erinnerung an marginalisierte NS-Verfolgungsopfer. Es sprechen: Dr. Sara Doll, Kuratorin der Anatomischen Sammlung und Präparationstechnische Assistentin im Fachbereich Medizin und Prof. Dr. Frank Engehausen vom Historischen Seminar der Universität Heidelberg. Diese Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem Heidelberger Geschichtsverein. Die anatomischen Institute waren am Unrecht der Diktatur beteiligt, indem insbesondere in den Kriegsjahren Leichen von NS-Opfern zu Forschungs- und Lehrzwecken dorthin gelangten. Am Heidelberger Beispiel erläutert der Vortrag, wie sich die Praxis der Einlieferung von Leichen seit 1933 veränderte, und zeigt auf, dass zu den betroffenen Opfern nicht nur Angehörige politischer Widerstandsgruppen gehörten, sondern in größerer Zahl auch als „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ stigmatisierte Kleinkriminelle sowie Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter. (Veranstaltung mit der Initiative Stolpersteine, VHS, Saal)
Donnerstag, 21. (!) Mai 2026, 19 Uhr: Für alle offener Stammtisch des HGV (Nebenzimmer des „Zafferano“, Poststraße 34, Bergheim)
Donnerstag, 25. Juni 2026, 19 Uhr: Jahres-Mitgliederversammlung des HGV (VHS)
Donnerstag, 9. Juli 2026, 19 Uhr: Für alle offener Stammtisch des HGV (Nebenzimmer des „Zafferano“, Poststraße 34, Bergheim)
Donnerstag, 12. November 2026, 19 Uhr: Für alle offener Stammtisch des HGV (Nebenzimmer des „Zafferano“, Poststraße 34, Bergheim)
Kooperation:
Tobias Städtler M.A., Archäologe, Geopark-vor-Ort-BegleiterVeranstaltungen in Kooperation des Heidelberger Geschichtsvereins e. V. mit Natürlich Heidelberg
Links: http://www.natuerlich.heidelberg.de/ – alle Veranstaltungen:
https://natuerlich.heidelberg.de/programm/index.php?kathaupt=213&kathauptalt=11&dsnr=29
Die Veranstaltungszeiten sind auf den öffentlichen Nahverkehr abgestimmt.
Samstag 18.04.2026, 14:00 – 17:00 Uhr
Hohlweg, Pinge, Weinterrasse – Spuren im Gelände
In einer Landschaft, die viele von Spaziergängen und als Erholungsgebiet kennen, im Wald, unmittelbar hinter dem Stift Neuburg, hat der Mensch im Lauf der Jahrhunderte vielfältige Spuren im Gelände hinterlassen. Sie begleiten einen an vielen Stellen – man muss sie nur erkennen. Wir erkunden diese Spuren auf verschlungenen Pfaden und lernen sie zu lesen. Sie geben uns über Systeme von Hohl-, Fahr- und Fußwegen Aufschluss , die zu verschiedenen Zwecken angelegt wurden. Der Bergbau auf Manganerz und die Nutzung der Gesteine Buntsandstein und Granit haben zum Teil massive und aufschlussreiche Erdbewegungen hinterlassen. Außerdem finden wir heraus, wo früher in Ziegelhausen Wein angebaut wurde. Die Landschaft wird zu einem lebendigen und anschaulichen Geschichtsbuch.
Für das Begehen von unwegsamem Gelände sind festes Schuhwerk und Trittsicherheit erforderlich.
Kosten: 8 Euro für Erwachsene, 5 Euro für Ermäßigungsberechtigte und Kinder
Anmeldung über Natürlich Heidelberg:
https://natuerlich.heidelberg.de/programm/index.php?kathaupt=11&knr=260415&kursname=Hohlweg+Pinge+Weinterrasse+Spuren+im+Gelaende
Samstag 09.05.2026, 14:30 – 16:50 Uhr
Vulkan, Erdrutsch, Tornado – Naturgewalten in Ziegelhausen
Ein Vulkanausbruch vor 290 Millionen Jahren, ein Erdrutsch in historischer Zeit und ein Tornado, der 1996 eine große Fläche Wald zerstört hat – die Auswirkungen dieser drei Naturgewalten lassen sich heute noch im Sengesselloch bei Ziegelhausen beobachten. Durch Steinbruchtätigkeiten freigelegt, tritt die ehemalige Lava als Rhyolithfelsen in zwei unterschiedlichen Ausprägungen zutage. Die eindrucksvolle Felswand an der Straße nach Peterstal kann niemand übersehen. Der zweite Aufschluss liegt verborgen in einem Talgrund. Die Fließbewegungen der Lava und die Abkühlungsprozesse lassen sich jeweils am Gestein ablesen. Im Wald hat der Erdrutsch typische Geländeformen hinterlassen, anhand derer der Vorgang heute noch anschaulich nachvollzogen werden kann. Die praktisch komplett durch den Tornado zerstörte Fläche wurde dank der schon damals naturnahen Waldwirtschaft im städtischen Forst nach den Aufräumarbeiten sich selbst überlassen. Es ist interessant zu beobachten, wie sich die Fläche von Natur aus wieder bewaldet hat und welches Stadium der Wald heute, nach 30 Jahren, erreicht hat. Kommen Sie mit auf einen spannenden Rundgang.
Kosten: 7 Euro für Erwachsene, 4 Euro für Ermäßigungsberechtigte und Kinder
Anmeldung über Natürlich Heidelberg: https://natuerlich.heidelberg.de/programm/index.php?kathaupt=11&knr=260516&kursname=Vulkan+Erdrutsch+Tornado+in+Ziegelhausen
Sonntag 31.05.2026, 13:40 – 16:20 Uhr,
Sonntag 27.09.2026, 13:40 – 16:20 Uhr
Die Kelten auf dem Heiligenberg
Wir erkunden den Heiligenberg. Die Kelten haben in der jüngeren Eisenzeit den gesamten Berg überprägt und zahlreiche Formen im Gelände geschaffen, die sich heute noch erkennen und deuten lassen. Wie verliefen die beiden Ringmauern und wie waren sie aufgebaut? Wo gab es eine Zufahrt? Wie waren die Häuser verteilt und wie viele waren es? Wo holten die Bewohner ihr Trinkwasser? Auf all diese Fragen lassen sich bei genauem Hinsehen Antworten finden.
Weiterhin wäre zu klären: Wie war es möglich, insgesamt fünf Kilometer lange Mauern um die Siedlung herum zu bauen? Wie versorgten sich die Stadtbewohner mit Lebensmitteln? Wie sah die Umgebung des Heiligenbergs in der Rheinebene und den Bergen zur Zeit der Kelten, der Frühlatènezeit aus? Mit welchen Rohstoffen aus der Umgebung arbeiteten und handelten sie? Was könnte die Grundlage für die Bedeutung der Großsiedlung gewesen sein?
Die Kelten waren nicht die ersten. Die Besiedlungsgeschichte beginnt bereits in der Linienbandkeramik, der ersten Ackerbaukultur, und setzt sich mit Unterbrechungen im Mittelneolithikum, der Bronze- und Eisenzeit fort. Die Römer verehrten in einem Tempelbezirk ihre Götter. Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem Heidelberger Geschichtsverein e. V. angeboten.
Rundwanderung um den Berg und über den Berg, 3,5 km, Aufstiegsumme und Abstiegsumme 122 m
Kosten: 8 Euro für Erwachsene, 5 Euro für Ermäßigungsberechtigte
Anmeldung über Natürlich Heidelberg: https://natuerlich.heidelberg.de/programm/index.php?kathaupt=213&kathauptalt=11&dsnr=29
