Veranstaltungen des Heidelberger Geschichtvereins
Der für alle offene Stammtisch des HGV findet in der Regel am zweiten Donnerstag um 19 Uhr im ungeraden Monat im Nebenzimmer des „Zafferano“, Poststraße 34, Bergheim statt. Der Eintritt ist frei.
Donnerstag, 10. September 2026, 19 Uhr: Für alle offener Stammtisch des HGV (Nebenzimmer des „Zafferano“, Poststraße 34, Bergheim)
Mittwoch, 23. September 2026, 19 Uhr, VHS großer Saal: Die „Stadt der deutschen Dichtung“ und der Nationalsozialismus. Der andere Heidelberg-Mythos Heidelberg gilt bis heute als Stadt der Romantik und studentischer Lebensfreude. Weniger bekannt ist jedoch ihre Rolle als nationaler Erinnerungsort, dessen literarische Deutungen seit dem 19. Jahrhundert eng mit politischen und ideologischen Interessen verknüpft waren. Der Vortrag beleuchtet, wie Heidelberg in Romanen und Erzählungen als Symbol deutscher Geschichte, nationaler Identität und später auch nationalsozialistischer Weltanschauung inszeniert wurde. Im Mittelpunkt stehen die Heidelberger Autoren Rudolph Stratz, Irma von Drygalski und Fritz Frey, deren heute weitgehend vergessenes Werk zeigt, wie der Heidelberg-Mythos im Kontext konservativer und nationalsozialistischer Kulturpolitik entstand und genutzt wurde. Referent: Prof. Dr. Marcel Krings, Germanistisches Seminar der Universität Heidelberg
Mittwoch, 21. Oktober 2026, 19 Uhr, VHS großer Saal: Die Geheime Staatspolizei in Heidelberg – Organisation, Personal und Tätigkeit.
Obwohl die Geheime Staatspolizei (Gestapo) in Heidelberg – wie auch in anderen Städten – als regionaler Repressionsakteur gilt, wurde ihr in der Forschung bisher wenig Aufmerksamkeit zuteil. Dies liegt an der schwierigen, durch Vernichtung der Akten entstandenen, Quellenlage, anhand welcher kaum mehr Aussagen zu Ermittlungen und Verfolgung der Opfer zu treffen sind. Dennoch konnten Akten gefunden werden, durch die das Personal und die Tätigkeit der Gestapo in Heidelberg skizziert sowie regionale Verfolgung aus Täterperspektive dargestellt werden kann. Der Vortrag soll einen Überblick über die Organisation, das Personal sowie die Tätigkeitsbereiche der Gestapo in Heidelberg geben. Referentin: Julia Franke studierte Geschichte und Politikwissenschaft an der Universität Heidelberg und beschäftigte sich im Rahmen einer hilfswissenschaftlichen Tätigkeit bei Prof. Dr. Frank Engehausen und ihrer Masterarbeit mit der Gestapo Heidelberg und regionaler NS-Geschichte. Weitere Veranstaltungen sind in Planung
Donnerstag, 12. November 2026, 19 Uhr: Für alle offener Stammtisch des HGV (Nebenzimmer des „Zafferano“, Poststraße 34, Bergheim)
Freitag, 11. Dezember 2026, 18 Uhr: „Erlesenes Heidelberg“. (Neuerscheinungen zur Stadtgeschichte) (Stadtbücherei, Poststraße 15)
Donnerstag, 8. Januar 2027, 19 Uhr: Für alle offener Stammtisch des HGV (Nebenzimmer des „Zafferano“, Poststraße 34, Bergheim)
Kooperation:
Tobias Städtler M.A., Archäologe, Geopark-vor-Ort-Begleiter Veranstaltungen in Kooperation des Heidelberger Geschichtsvereins e. V. mit Natürlich Heidelberg
Links: http://www.natuerlich.heidelberg.de/ – alle Veranstaltungen:
https://natuerlich.heidelberg.de/programm/index.php?kathaupt=213&kathauptalt=11&dsnr=29
Die Veranstaltungszeiten sind auf den öffentlichen Nahverkehr abgestimmt.
Samstag 05.09.2026, 14:00 – 16:45 Uhr:
Spannende Erdgeschichte rund um das Mausbachtal
Sonntag 27.09.2026, 13:40 – 16:20 Uhr
Die Kelten auf dem Heiligenberg
Wir erkunden den Heiligenberg. Die Kelten haben in der jüngeren Eisenzeit den gesamten Berg überprägt und zahlreiche Formen im Gelände geschaffen, die sich heute noch erkennen und deuten lassen. Wie verliefen die beiden Ringmauern und wie waren sie aufgebaut? Wo gab es eine Zufahrt? Wie waren die Häuser verteilt und wie viele waren es? Wo holten die Bewohner ihr Trinkwasser? Auf all diese Fragen lassen sich bei genauem Hinsehen Antworten finden.
Weiterhin wäre zu klären: Wie war es möglich, insgesamt fünf Kilometer lange Mauern um die Siedlung herum zu bauen? Wie versorgten sich die Stadtbewohner mit Lebensmitteln? Wie sah die Umgebung des Heiligenbergs in der Rheinebene und den Bergen zur Zeit der Kelten, der Frühlatènezeit aus? Mit welchen Rohstoffen aus der Umgebung arbeiteten und handelten sie? Was könnte die Grundlage für die Bedeutung der Großsiedlung gewesen sein?
Die Kelten waren nicht die ersten. Die Besiedlungsgeschichte beginnt bereits in der Linienbandkeramik, der ersten Ackerbaukultur, und setzt sich mit Unterbrechungen im Mittelneolithikum, der Bronze- und Eisenzeit fort. Die Römer verehrten in einem Tempelbezirk ihre Götter. Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem Heidelberger Geschichtsverein e. V. angeboten.
Rundwanderung um den Berg und über den Berg, 3,5 km, Aufstiegsumme und Abstiegsumme 122 m
Samstag 17.10.2026, 12:30 – 16:30 Uhr:
Durch die Schweiz ins Meer – Wanderung durch den Buntsandstein
Anmeldung über Natürlich Heidelberg: https://natuerlich.heidelberg.de/programm/index.php?kathaupt=213&kathauptalt=11&dsnr=29
